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Der Wohnungsbau in Mannheim stagniert
Haus & Grund Mannheim sieht die Wohnungspolitik der Stadt Mannheim kritisch. Wir sehen die Stadt in der Pflicht, gerade jungen Familien attraktives und bezahlbares Bauland zur Verfügung zu stellen. Immer noch wandern Bauwillige ins Umland ab, weil sie dort ein größeres Angebot und niedrigere Grundstückspreise finden.
Die Stadt habe erklärt, diese Abwanderung bremsen zu wollen, aber wie, das ist noch nicht beantwortet. Wir vermissen dazu immer noch ein Konzept. Der Bau von Mehrfamilienhäusern zur Geldanlage ist in Mannheim fast zum Erliegen gekommen.
Unsere Stellungnahme im Mannheimer Morgen vom 16.12.2009 Download
Herr Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz hat sich in seiner Etatrede am 22.12.2009 auch zur Wohnungspolitik geäußert. Man beabsichtigt sich von vier Schulen und Sportplätzen zu trennen. "Diese Gelände sollen aber durch private Investoren im Sinne unserer Stadtentwicklung genutzt werden, um den Wohnstandort zu verbessern". Aus der 48er-Sportanlage auf dem Almenhof soll ein "attraktives Wohngebiet" werden. Grade dieses Vorhaben bestätigt unsere Annahme, dass die Stadt nicht über ein schlüssiges Konzept zum Wohnungsbau verfügt. Sportanlagen wie der 48er-Sportplatz sind begehrte Freizeiteinrichtungen, welche die Wohnqualität in Mannheim steigern. Trotz der angespannten Haushaltslage sollte die Stadt das Freizeitangebot für ihre Bürger erhalten und nicht auf ein scheinbar vorliegendes, unwiderstehliches Angebot eines privaten Investors eingehen.
Drei Viertel aller Wohnungen vor 1979 gebaut
Anpassung der Wohnungen an den demografischen Wandel notwendig
Drei Viertel aller Wohnungen in Deutschland entstanden vor der zweiten Ölkrise 1979. Nur 13 Prozent der Wohnungen wurden nach der Wiedervereinigung gebaut. Dies berichtet die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
Laut Haus & Grund spielte energieeffizientes Bauen vor den Ölkrisen der 1970er Jahre noch keine Rolle. Hinzu komme, dass die Wohnungen in der Masse auf die damals vorherrschende klassische vierköpfige Familie zugeschnitten seien. Der Trend gehe in den kommenden Jahren und Jahrzehnten aber immer mehr zu energieeffizienten Wohngebäuden und zu immer kleineren Haushalten. „Hier werden in der Zukunft hohe Investitionen der Eigentümer notwendig, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Nur wenn der Staat Hemmnisse im Miet- und Steuerrecht abbaut sowie die Steuer- und Abgabenbelastung senkt, können die Eigentümer diese Herausforderung meistern und eine angemessene Wohnraumversorgung auch in Zukunft sicherstellen“, sagte Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann.
Siehe auch unsere Stellungnahme zu der geplanten Grundsteuererhöhung weiter
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